Zum Teufelsberg im Grunewald


Der Grunewald ist mehr als nur ein einfaches Waldgebiet. Diese  Wandertour bietet eine tolle Aussicht über Berlin, geschichtliche Gebäude und viele Möglichkeiten für Aktivitäten.

Man möchte denken nur die Großstädtern aus Berlin tummeln sich am Wochenende im Grunewald. Ein Blick auf die Nummernschilder im Parkplatz verrät aber das Gegenteil. Viele mit Auto angereiste stammen aus dem Umland oder sogar von noch weiter weg. Berliner kommen schließlich mit der S-Bahn. Der Beginn meiner Tour war auch direkte am S-Bahnhof Grunewald.

Die Wandertour habe ich auch dem Wanderführer Rund um Berlin entnommen. Das erste Ziel war der 99 Meter hohe Drachenberg. Der Aufstieg kann über eine Treppe, über einen Rundweg oder diverse Trampelpfade erfolgen. Wir haben die Herausforderung der Treppen genommen und hatten bereits von dort schöne Aussichten, da das Blattwerk in dieser Jahreszeit noch nicht vollständig vorhanden ist.Aber auch die Treppe stellt ein interessantes Motiv dar.

Drachenberg-treppe-20160417_2505SONY SLT-A65V (75mm, f/8, 1/200 sec, ISO100)

 

Oben angekommen bietet sich ein toller Ausblick über Berlin und den Grunewald, wo im Frühling viele verschieden Grüntöne entdeckt werden können.  Der Drachenberg, wie auch der Teufelsberg sind aus Trümmerschutt entstanden. Während der Teufelsberg dicht bewachsen ist, wächst auf dem Drachenberg ledig Gras. An Sonnentagen nutzen die Berliner diese Erhöhung um ihre Drachen fliegen zu lassen.

Aussicht-zu-Teufelsberg-20160417_2515SONY SLT-A65V (28mm, f/13, 1/160 sec, ISO100)

Drachenberg-Aussicht-Berlin-20160417_2518SONY SLT-A65V (100mm, f/13, 1/250 sec, ISO100)

 

Nachdem wir die Aussicht über Berlin genossen haben, ging es auch schon wieder hinunter Richtung Teufelsberg. Zwischen den beiden Erhöhungen gibt es einen künstlichen Kletterfelsen des Deutschen Alpinvereins. Der Kletterfelsen wurde bereits 1970 errichtet und ist somit eines der ältesten Kletteranlagen Deutschlands.

Der Kletterfelsen an sich bietet sich auch als Motiv an, vielleicht sogar mit Leuten beim Klettern. An diesem Tag war dort niemand unterwegs und der leere Felsen war kein so spannendes Motiv. Aber wie wäre es denn mit Detailaufnahmen oder Strukturaufnahmen?

Teufelsberg-Kletterfelsen.Details-20160417_2564SONY SLT-A65V (200mm, f/6.3, 1/320 sec, ISO250)

Teufelsberg-Kletterfelsen-Kies-20160417_2561SONY SLT-A65V (200mm, f/6.3, 1/400 sec, ISO100)

Viele Wege führen auf den Teufelsberg zu der ehemaligen Abhöranlage. Auf manchen Wegen verraten die Reifenspuren, dass  Mountainbiker ebenfalls ihren Spaß im Grunewald und am Teufelsberg haben. Auf unseren Weg nach oben kamen wir vorbei an einer Schneise, die der Wanderführer als Skihang bezeichnet. Ob sich dort im Winter tatsächlich Skifahrer hinunterstürzen ist mit nicht bekannt. Dies ist aber der einzige Ort, wo der Blick vom Teufelsberg unverhindert und frei für die Aussicht ist.

Den Skihang nach oben geklettert, führte uns der Weg rechte und links entlang an dem Zaun der Abhöranlage. Um einen besseren Blick auf die Radarkuppeln zu bekommen, sind wir links ziemlich genau einmal um die Anlage auf dem Berg gelaufen. Zutritt zur Anlage gibt es nur am Haupteingang. Soweit mir bekannt ist, ist es möglich dort Führungen zu buchen.

Dem gepflasterten Hauptweg ging es nun wieder Bergab zum Ökowerk. Das Ökowerk ist in einem ehemaligen Wasserwerk untergebracht und bietet unterschiedliche Veranstaltungen. In einem kleinen Café auf dem Gelände kann ein Päuschen mit Kaffee und Kuchen gemacht werden.

Direkt neben dem Ökowerk befindet sich der Teufelssee mit seiner Badestelle. Vorbei am See ging es zur Nordrampe der Sandgrube. Vor mehr als 30 Jahren wurde hier Kies abgebaut. Die Sandgrube ist etwa 15 bis 25 Meter tief und bietet besonders Kindern einen riesigen Sandkasten zum Spielen.

Nach dem Ausflug in die Grube ging es wieder nach oben und zurück Richtung Bahnhof Grunewald.

Meine Empfehlung ist auch mal einen natürlichen Rahmen zu verwenden, der das eigentliche Motiv umgibt. Bäume, Sträucher oder Gräser sind eine gute Möglichkeit dafür.

Teufelssee-20160417_2585SONY SLT-A65V (18mm, f/13, 1/250 sec, ISO100)

 

Sandduene-Grunewald-20160417_2608SONY SLT-A65V (18mm, f/8, 1/250 sec, ISO100)

Im Vergleich zum Wald am Seddiner See ist uns sofort die Lautstärke aufgefallen. Viele Leute waren unterwegs, man war nie allein auf einem Weg und es gibt sehr sehr viele Wege im Wald. Im Grunewald kann man eine kleine oder große Runde wandern, man merkt gar nicht, wie schnell man mehrere Kilometer hinter sich gebracht hat. Unsere Tour war 10 km und wir haben nur einen kleinen Teil des Waldes gesehen. Für die Zukunft werde ich sicher noch die ein oder andere Ecke des Grunewaldes bewandern.

 

meine aufgezeichnete Tour:

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